Kalk stellt sich quer! Wir machen und reden nicht nur!
Am 19. November hat die sogenannte Bürgerbewegung "Pro Köln" versucht einen Marsch durch Köln-Kalk zu veranstalten. Der Stadtbezirk ist weit über Köln hinaus für seine Multikulturalität und eine sich allmählich etabliert und wachsende alternative Szene bekannt. Beides ist für Pro Köln ein Dorn im Auge. Beides wird von ProKöln immer wieder öffentlich verurteilt und scharf angegriffen werden, deshalb wandte sich der Marsch gegen das Autonome Zentrum in der Wiersbergstraße.
Aus den angekündigten 300 Teilnehmenden auf der Seite von Pro Köln und ihren Parolen wurde nur ein kleines Häufchen von etwa 50 bis 80 Leuten. Ihnen standen laut Angaben der Polizei 1000 Gegendemonstranten gegenüber, die gerade in dieser Zeit ein Zeichen gegen rechte Parolen, Minderheiten- und Fremdenhass setzen. Auch die Jusos Köln waren zusammen mit Vertretern der KölnSPD vorne dabei um die Fahne der Demokratie und Toleranz hoch zuhalten. Alle Gegendemonstranten zusammen erwirkten, dass aus dem Marsch von Pro Köln ein kleiner Spaziergang um den Block wurde, der nach fünf Minuten wieder am Polizeipräsidium endete und aufgelöst wurde. Maßgelich dafür war eine Sitzblockade auf der Kalker Hauptstraße.
Erfreulicherweise kam es während der ganzen Veranstaltung zu keinerlei Zwischenfälle zwischen Demonstranten, Gegendemonstranten und Polizei. Die Polizisten, die aus ganz NRW zusammengekommen waren, zeigten im Gegenteil sehr viel Verständnis für die Gegendemonstranten, so konnte zum Teil beobachtet werden, wie einige Polizisten ihren Kopf zu Sambarhythmen bewegten.
Der Bezirksbürgermeister Markus Thiele machte in seiner Rede während der offiziellen Gegenveranstaltung vor dem Kalker Rathaus deutlich, dass Fremdenhass und Brandstiftung gegen Minderheiten in Kalk keine Chance haben. Er betonte, dass ich Kalk Menschen jeglicher Couleur friedlich nebeneinander leben.
Die Jusos hätten sich mehr Beteiligung von Seiten der Kölner Parteispitze und den Mandatsträgern in Bund und Land gewünscht, damit das Signal gegen Rechts und Rechtspopulismus, dass von der Demo ausgesandt wurde noch stärkt, bestimmter und geschlossener gewesen wäre.


