Jusos Köln

Kritik an BDS: Antisemitismus in Kultur und Wissenschaft

Antisemitismus äußert sich immer häufiger auch in Form von israelbezogenem Antisemitismus, der es laut Bundeszentrale für politische Bildung ermöglicht, „judenfeindliche Ressentiments zu verbreiten, ohne von „den Juden“ reden zu müssen“. Gerade in den letzten Wochen war diese Form des Antisemitismus auf Demonstrationen und im Netz vermehrt zu beobachten.

„BDS“ steht für „Boycott, Divestment, Sanctions“. Mit dem Aufruf zu Boykott, Kapitalabzug und Sanktionen will die von palästinensischen Organisationen ins Leben gerufene Bewegung Israel unter Druck setzen. Die Konsequenz wäre die wirtschaftliche, kulturelle und auch wissenschaftliche Isolation des jüdischen Staates und seiner Bürger*innen, die die gesamte Existenz Israels bedrohen würde.

Der Deutsche Bundestag hat 2019 mit sehr breiter Mehrheit die „BDS-Bewegung“ als antisemitisch verurteilt. Die Jusos haben dies bereits auf dem Bundeskongress 2018 getan und dabei auf die Dämonisierung Israels und die doppelten Standards der Bewegung verwiesen, die sich gegen einen demokratischen Staat richtet und selbst u.a. von Terrororganisationen wie der Hamas gegründet wurde.

In diesem Workshop wollen wir uns den Fragen widmen, was die BDS-Bewegung eigentlich ist, welche Ziele sie verfolgt und wo israelbezogener Antisemitismus beginnt. Zu Gast ist Christopher Kohl, der mehrere Jahre im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Uni Köln zum Thema Antisemitismus und Israelboykott aktiv war.