Jusos Köln

Jusos Köln fordern Maßnahmen für Obdachlose in Zeiten von Corona

Köln, der 26. März 2020

Die Jusos Köln fordern die Köln SPD und die Ratsfraktion der SPD auf während der Corona-Krise Maßnahmen für Obdachlose zu beschließen. Diese sind oft von Informationen abgeschnitten, haben keinen Zugang zu Hygieneprodukten und sind auf den Straßen dem Virus schutzlos ausgeliefert. Gemeinnützige Vereine müssen derzeit ihre Einrichtungen schließen und sind weiterhin auf ausbleibende Sach-, und Essensspenden angewiesen, um zu helfen. Die Lage für die etwa 6.000 Obdachlosen in Köln verschlechtert sich also zunehmend.

Wir fordern ein mehrsprachiges Informationsblatt, die Schaffung von Notunterkünften, zum Beispiel in Schulen oder Hotels, und die Ausgabe von Hygieneartikeln an Betroffene. Die Stadt Köln soll darüber hinaus bestehende Vorräte in der Gastronomie aufkaufen und an Organisationen der Obdachlosenhilfe übergeben. Bürger*innen der Stadt Köln sollen überschüssige Vorräte spenden. Darüber hinaus fordern wir das Aussetzen von Zwangsräumungen für sechs Monate, um Obdachlosigkeit zu verhindern. Obdachlose Frauen* sind besonders auf Schutz angewiesen. Perspektivisch soll die Stadt Köln Frauen*-häuser fördern und mehr Plätze in diesen schaffen.

„In einer solidarischen Gesellschaft sollten wir kein Klopapier hamstern, sondern uns um Menschen kümmern, die es schwerer haben als wir selbst“, fasst Alicem Polat, Beisitzer im Vorstand der Jusos Köln, die Forderungen zusammen. In Zeiten der Corona-Krise wird diese gesamtgesellschaftliche Solidarität vielen Menschen bewusst. Lasst uns alle Menschen in diese Solidarität einschließen.